Vom Schaukeln

Das Erstellen von Präsentationen jeglicher Art liegt bei mir eine Weile zurück, es müsste während meines Studiums gewesen sein, wenn ich nachrechne so vor etwa 35 Jahren. Damals hatten mein Mann und ich eine „intelligente“ Schreibmaschine mit kleinem Display, etwas später kauften wir unseren ersten Computer, einen Apple II plus, der zum Schreiben der Dissertation meines Göttergatten seinen ersten großen Auftritt hatte. Power Point erschien zwar erstmals 1987 für den Macintosh, doch schon bald darauf erwarb Microsoft den Entwickler und damit auch die Rechte an dem Programm. Seither ist Power Point ein Windows Feature und gehört zum großen Spektrum der in Microsoft Office enthaltenen Programme, ebenso wie das neue Sway. Power Point Präsentationen gehören zum Alltag von Schülern, Studenten und Vortragenden jeder Berufsgruppe – Hausfrauen, Mütter und Züchter von Galopprennpferden gehören allerdings nicht dazu, auch meine Welt der Schülerbüchereien war bisher erstaunlicherweise frei von der Notwendigkeit einer computergestützten Präsentation. Ich habe folglich noch nie eine Präsentation  mit Power Point oder sonst einem Programm erstellt…

Power Point werde ich dann einfach überspringen und sofort mit dem erst zwei Jahre alten Sway beginnen. Da Microsoft Office auf meinem Rechner vorinstalliert war, habe ich das Programm dort auch schon gesehen, aber geflissentlich ignoriert („to sway“ war mir bisher nur vom Tanzen her ein Begriff). Nun werde ich mich ein wenig damit beschäftigen, anmelden muss ich mich ja nicht, also mal sehen, was dabei herauskommt. Let’s sway!

Galopp
Nirgendwo empfindet  man den „Sway“ so schön wie auf den Pferd. Der Galopp ist die schönste und (nicht nur) für den Reiter angenehmste Art der Fortbewegung. Vom angenehm wiegenden Schaukeln…
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Vom Krank sein…

Krank sein ist immer doof. Krank sein, wenn Ferien sind und die Weihnachtsfeiertage ins Haus stehen, ist besonders doof. Krank sein, wenn man Gäste eingeladen hat, Kinder und Enkel kommen und „Frohes Fest“ auf dem Programm steht, ist ganz, ganz besonders doof. Nichts macht Spaß, das Essen schmeckt nicht, der Wein ist bitter, die Filme sind zu laut, beim Lesen brennen die Augen und fallen zu… Auch die Kolleginnen in der Stadtbücherei muss man zwischen den Jahren hängen lassen und sich krank melden. Und wenn man sich dann erholt hat, wieder riechen, schmecken, denken kann, Gäste eingeladen hat, Silvester und Neujahr ins Haus stehen, ist der Göttergatte krank. Richtig krank, so krank, wie nur Männer sein können. Also Gäste wieder ausgeladen, und auf das „Gute Neue Jahr“ nur mit dem halblebigen Göttergatten angestoßen. Die Wünsche fokussieren sich auf „Gesundheit“, denn Gesundheit ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist nun einmal Alles Nichts…

Das Neue Jahr zeigt dann, das nicht nur die Menschen wenig gut drauf sind, auch der zuverlässige, leistungsstarke PC schwächelt irgendwie. Vor den Feiertagen hatte uns die Dauerbaustelle an der Straße um die Ecke immer wieder Ausfälle von Telefonie und Internet beschert, jetzt wird dort aber gar nicht gebaggert und gerüttelt. War es vielleicht der Jahreswechsel, der die Programme durcheinander gebracht hat?

acer-predator

Hat das Virenschutzprogramm die Software zerschossen? Sind irgendwelche Updates schuld daran, dass einiges anders ist als vor den Weihnachtsfeiertagen? Ja, tatsächlich – vor den Weihnachtsfeiertagen! Denn so lange hatte mein Raubtier auf dem Schreibtisch krankheits- und festbedingt Ruhe. Als Erstes stelle ich fest, dass alle auf Feedly gespeicherten Feeds weg sind. Hmm, blöd, aber war da nicht eine Änderung angekündigt gewesen? Oder hat der Cleaner zu gut geputzt und auch das Feedly-Konto gereinigt? Als Nächstes kommt es richtig dicke. Bei Keeeb kann ich mich gar nicht mehr anmelden. Bei jedem Versuch lande ich nur wieder in der Anmeldemaske. Mist. Eigentlich fand ich Keeeb ganz gut, eine schöne, ordentliche persönliche Sammelkiste, in der ich in der letzten Woche vor den Ferien schon ein paar nette Seiten und interessante Schnipsel über meine ehemalige Profession, die Zucht von Galopprennpferden, gesammelt hatte. Der Start mit dem neuen, mir vorher absolut unbekannten Dienst hatte nämlich gut geklappt, die Anmeldung und Erweiterung des Browsers um den Keeeb Button war recht einfach gewesen – und nun das!

Keeeb2

Tief durchatmen, den knurrenden schwarzen Kasten runter fahren und ins Bett gehen mit dem Gedanken  „Wenn das Raubtier am Montag immer noch die Zusammenarbeit verweigert, kratzt und beißt, dann muss professionelle Hilfe her. Ich kann jetzt nichts mehr machen.“

Heute Abend nun mit einem Glas Gemüsesaft und ein paar letzten Plätzchen an den Schreibtisch geschlichen. Vorsorglich den Router einmal neu gestartet, dann das Raubtier zum Leben erweckt. Vvvrrrauuuuu. Tätschel, tätschel.  Braver Rechner, schön, dass du wieder zufrieden schnurrst. Und tatsächlich, alles am Platz, auch die Anmeldung auf Keeeb möglich, nur die Inhalte des Feedly-Accounts bleiben verschollen. Puuh. Ein paar Stunden später widme ich mich ihm doch noch einmal und siehe da, selbst die abonnierten RSS-Feeds sind wieder da. Offensichtlich hatte das Raubtier nur eine vorübergehende Schwächephase – genau wie seine Herrin.

Ach, auch dem Göttergatten geht es wieder besser. Na ja, die Ferien sind jetzt ja auch vorbei…

Von Falschmeldungen

Mit Falschmeldungen hat der Mensch zu tun, seitdem er das erste Wort gesprochen hat, denn mit dem ersten Wort wurde auch die erste Lüge geboren.  Dass ein soziales Gefüge alleine auf Wahrhaftigkeit beruht, ist eine irrige Annahme, ebenso wie die Annahme, dass irgendjemand glaubt, es gebe keine Lüge auf Erden. Wo immer Menschen auf einander treffen, wird gelogen oder zumindest nicht die Wahrheit gesagt. Jeder beschönigt, vertuscht, verbirgt etwas, man schminkt sich, lächelt, verbiegt sich, um gemocht zu werden, um Vorteile zu erlangen, um die eigene Position zu verbessern. Meist geschieht dies instinktiv, als angeborener Reflex, damit das soziale Netz, die Gesellschaft funktioniert. Dadurch entsteht kein Schaden, niemand wird verletzt. Das ist erst dann der Fall, wenn gelogen wird, um anderen zu schaden, Falschmeldungen gestreut werden, um die eigene Stellung auf Kosten anderer zu auszubauen.

Dinosaurier

Falschmeldungen haben aus diesem Grund eine Bedeutung für jeden Menschen und jeder Mensch lernt von klein auf, mit ihnen umzugehen, sie zu entlarven und den Lügner, der sie in die Welt gesetzt hat, bloß zu stellen. Technische Kunstgriffe und Kenntnisse der Werkzeuge, mit denen wir sie in den digitalen Welten enttarnen können, sind sicher ebenso nützlich wie eine Kelle und eine Wasserwaage beim Hausbau, doch wird das Gespür für die Wahrheit, für Wahrscheinliches und Unwahrscheinliches, für Lüge und Realität, für Geradlinigkeit und Schräglage, der gesunde Menschenverstand also, den Menschen auch in Zukunft immer helfen, die Lüge, die Fälschung, die Falschmeldung, die Unwahrheit zu entdecken.

Fake

Und ehe ich mich ereifere: Ja, ich habe die „tools“ ausprobiert, ja, ich kenne „fakes“ in „social media“, und ja, ich hoffe, mit allen Sinnen und meinem Verstand die Fakten zu „checken“, um  auch in Zukunft alle Falschmeldungen zu erkennen. Und nein, ich ergänze keine Sätze, darüber bin ich hinaus.

 

Vom Advent – Erwartung und Vorbereitung (2)

Im Advent wird bei uns gebacken. Eher traditionell, nach Großmutters Art, nicht unbedingt trendy und exotisch. Rezepte werden weitergegeben, jede Generation lässt vielleicht das eine oder andere außen vor und ergänzt durch neue Entdeckungen. Zimtsterne werden zum Beispiel durch Pezzetti di Nonno Pepe ersetzt, Makronen durch Haferflockenplätzchen. 20171211_211427Es gibt nur ein adventliches Backwerk, das unveränderlich jedes Jahr aufs Neue unseren Kaffeetisch in der Vorweihnachtszeit bereichert – der Dresdner Stollen. Bei meiner Oma, die die Entbehrungen zweier Weltkriege erlebt hat, eher etwas trocken und sparsam, bei meiner Mutter dagegen konsequent angebrannt (sie sagte immer, es würde an ihrem Herd liegen…). Da es kein überliefertes Familienrezept für den Christstollen gibt, habe ich mit dem Rezept aus meinem ersten Kochbuch begonnen, das hinsichtlich der Zutaten noch von völlig anderen Voraussetzungen ausging, vor ein paar Jahren das gleiche Rezept in modernerer Form entdeckt und beide sozusagen „zusammengeschmissen“.

20171210_171021Die Gewürze wie Muskatblüte und Kardamom lagern in einer fest verschlossenen Box, der Bestand wird jedes Jahr nach Bedarf aufgestockt, die Zutaten von Butter bis Rosine, von Mehl bis Mandelsplitter werden seit ein paar Jahren komplett in Bio-Qualität eingekauft, was man schon beim Auspacken merkt: das Zitronat und Orangeat duftet unglaublich nach Frucht und ist erheblich saftiger, als man es von konventioneller Ware kennt.

Vom Ansetzen des Vorteigs bis zum abschließenden großzügigen Bestreuen des mit zerlassener Butter eingepinselten noch heißen Stollens vergehen zwar gut und gerne vier bis fünf Stunden, doch was kann es Schöneres an einem verregneten oder verschneiten Adventssonntag geben, als geschmeidigen Hefeteig an den Händen zu spüren oder den Duft zu riechen, der von gemütlichen Winternachmittagen, Weihnachtsstimmung und Vorfreude kündet.

 

 

Vom Advent – Erwartung und Vorbereitung (1)

Wenn der Dezember und der Erste Advent näher rücken, ist es an der Zeit, Vorbereitungen zu treffen. Dazu gehört es natürlich, dass Plätzchen gebacken werden. Am meisten Spaß macht es natürlich, wenn man mit Kindern, am Besten den eigenen, die süßen, knusprigen Köstlichkeiten in den Ofen schiebt. Sind die eigenen Kinder schon zu groß, dürfen es auch die tatendurstigen Enkelinnen sein. Nachdem Lichterketten und leuchtende Sternenkugeln, Wichtel, Engelchen, Nikoläuse und Girlanden im und ums Haus verteilt wurden, geht es ans Teigkneten. Während der buttrige Mürbeteig im Kühlschrank ruht, werden Geschichten vorgelesen.

Gerade sind zwei Klassiker bei den Mädels hoch im Kurs: Pippi Langstrumpf und Paddington. Aus der Stadtbücherei haben wir uns noch das Grüffelokind und Mama Muh dazu geholt, genug Stoff, bis der Teig richtig kalt, die notwendigen Utensilien herbeigeholt und der Ofen vorgeheizt ist. Und dann geht’s los! Ein Drittel des Teigs ausgerollt, die Mädels in Startposition gebracht, Achtung, Fertig, Ausstechen! Da werden Sterne, Herzen, Glocken, Kreise und Hufeisen ausgestochen, Häschen, Eichhörnchen, Füchse, Elche, Mäuse, Kühe, Pferde, Hunde und Katzen, Einhörner und sogar Drachen, am Ende für die schmalen Randstücke bleiben noch die Fische. 20171129_17211820171129_172109Die Wunderwerke werden vorsichtig erst auf die Backbleche und dann in den Ofen befördert und rasch das zweite und dritte Drittel des Teigs ausgerollt. Als das letzte Fitzelchen Teig verarbeitet ist, sehen meine kleinen Bäckerinnen aus wie bunte Mehlwolken, die Küche ist ein Schlachtfeld, alle strahlen und die Plätzchen schmecken köstlich. Der Advent kann kommen!

Vom Informations(über?)fluss

Die Hinweise auf RSS-Feeds hatte ich schon einige Male gesehen, aber immer ignoriert mit der kleinen Stimme im Hinterkopf „Öhm, was ist das? Hmm, keine Ahnung, scheine ich nicht zu brauchen, übersehen, vergessen…“. Jetzt habe ich mich aktiv damit beschäftigt, eine genauere Erklärung der Funktion und der nötigen Werkzeuge auf einschlägigen Seiten gelesen und mit „Feedly“ einen gängigen Feedreader herunter geladen. Feedly Dann kam der nächste Punkt: mit was lasse ich mich füttern, welche Informationen sind für mich interessant, was habe ich für Optionen. Na gut, es gibt einige Bibliotheksfeeds, durch die ich nun beispielsweise erfahren habe, dass ich jetzt den Reisekostenzuschuss für den IFLA-Weltkongress in Kuala Lumpur beantragen soll. Die Nachrichten aus der Stadtbücherei Köln hatten mich schon auf anderen Wegen der Sozialen Netze erreicht, was die Fachstelle so bewegt, hatte ich auch schon gelesen. Nett ist der Feed der Library Mistress und der Lesewolke. Die Anzahl der Follower dieser Feeds ist mit 75 bis 236 doch eher überschaubar, die Anzahl der Feeds pro Woche auch.

 

So weit, so gut – es muss mehr geben! Also: Spiegel online versorgt die Netzwelt mit unglaublich vielen verschiedenen Feeds mit bis zu 95000 Abonnenten und 664 Feeds pro Woche. Hier habe ich mir „Kultur“ und „Leben und Lernen“ herausgesucht, die überschaubar und interessant sind. So interessant, dass ich nach dem Lesen eines Weihnachts-CD-Feeds gleich das ganze Haus mit Tarja Turunens gruselig-nebliger Version von „O Tannenbaum“ beschallt habe – phantastisch! „From Spirits and Ghosts“ ist auf jeden Fall ein Geschenk (nicht nur) für mein Töchterlein!

cover Tarja

Regional – aus Warendorfer Sicht – betrachtet boten mir erst einmal nur die WN (Westfälische Nachrichten) und die Warendorfer Polizei einen RSS-Feed an, okay, auch nicht uninteressant, heute schon die Zeitungsmeldungen von morgen zu lesen… Leider scheint sich das noch nicht herumgesprochen zu haben, denn 22 und 37 Follower wirken doch ein bisschen armselig.

Aus der Ecke des Klatsch-, Glamour-, Fußball-  und sonstigem Sensations“journalismus“ gibt es natürlich eine Flut von Quellen, die die Welt geradezu mit Feeds überschwemmen. Für mich tun es Zeitungen wie die Süddeutsche oder die Zeit , für den Spaß der Postillon , den man ja von Facebook oder Twitter kennt.

Mir hat sich da eine ganz spannende Seite der Informationsbeschaffung aufgetan, die ich erst einmal weiter beobachten werde. Feedly kann ich von jedem PC abrufen, es gibt auch eine App, die ich aber noch nicht ausprobiert habe – mein Handy bombadiert mich ohnehin seit Beginn unseres Kurses zum Amüsement meiner Familie mit „Kling!“, „Bimmel!“, „Tataa!“, „Bing! Brumm!“, mehr brauche ich da gerade nicht. feedlyseiteDie von mir besuchten Internetseiten werde ich nun auf das RSS-Symbol absuchen, heute bin ich so ganz spontan noch nicht fündig geworden. Für Büchereien halte ich RSS-Feeds für sinnvoll. Hinweise auf Neuanschaffungen, Schließtage, Veranstaltungen kommen den Lesern/Abonnenten unaufdringlich ins Haus, ein Link auf der Homepage, die ja doch viel häufiger als beispielsweise die Facebookseite besucht wird, würde sich wahrscheinlich lohnen. Von der Netvibes-Seite der Dubliner Büchereien war ich sehr beeindruckt, aber so umfassend und mit einer geradezu überwältigenden Menge an Links ausgestattet muss es ja für eine Kleinstadtbücherei nicht sofort sein.

 

Von Dingen außerhalb meiner Wahrnehmung 

Snapchat.  Windbeutel. Snapchat? Windbeutel!!! Also Windbeutel, die sehe ich sofort, an denen kann ich nur ganz schlecht vorbei gehen. Aber Snapchat, das geistert einfach so völlig von mir unbemerkt durch die Weltgeschichte. Und ich muss eindeutig sagen – das kann auch so bleiben. Wenn ich mit Menschen kommuniziere, dann möchte ich ihre Aufmerksamkeit und eigentlich möchte ich auch gerne in Erinnerung bleiben, nicht am nächsten Tag vergessen sein. Beliebigkeit, Austauschbarkeit, Aufmerksamkeitsdefizit, Snapchat. Und tschüss…

Ghostbusters

Also löschen wir den kleinen Geist wieder vom Smartphone und raten Büchereien lieber zu einem Café als zur Kommunikation via Snapchat, da gibt es andere Wege, um mit den Lesern und auch den Kunden in spe in Kontakt zu treten.

Von Hashtags

Ich muss sagen, im Rahmen unseres Kurses habe ich Instagram erst „entdeckt“. Bilder, quadratisch, in Massen gepostet, von Allem und Jedem. Seltsam, dachte ich. Aber bei näherer Betrachtung habe ich festgestellt, dass die 10 Millionen User in Deutschland gar nicht so unrecht haben. Instagram hat was! Sich ein bisschen dahintreiben lassen von hier nach da und Bilder gucken – schööön! Natürlich nur zu Themen, die mich interessieren. Und natürlich am liebsten schöne Bilder, mit Liebe und Verstand gemacht, nicht einfach so dahergeknipst und dahingepostet. Irgendwann auch selbst Bilder posten, oh ja! Wenn da nicht die Sache mit den #Hashtags wäre! Wie finde ich die „richtigen“? Nun, von diesen Rautendingern hatte ich keine Ahnung. Wo haben die Leute nur immer die Begriffe her? Nun #throwbackthursday oder #flashbackfriday kannte ich schon aus den Facebookseiten und Blogs, denen ich folge. Unsere #bibreise bietet schöne Einblicke in Büchereien, #Lampenmittwoch erschließt sich von selbst, #TreppenhauswasweißichfüreinTag ist ja auch noch nachzuvollziehen, aber sonst?

instahashphoto

Das ging so nicht weiter, deshalb habe ich mir im Netz „professionelle“ Hilfe gesucht und will nun meine Erkenntnisse in Sachen # gerne weitergeben, schön sortiert nach Sachgebieten, damit jeder etwas findet:

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Helfer in Sachen Instagram und Hashtags waren übrigens: Anne Häusler , Hootsuite und Sonne&Wolken . Leben heißt Lernen und wer so wie ich nicht mehr ganz jung ist, der braucht zur Weiterentwicklung hier und da einen Schubs und Menschen, die ihn anleiten, egal ob er sie im real life oder im Netz findet. Da muss ich unserer Kollegin Princessave aus Wuppertal zustimmen:

„Das Leben gehört dem Lebendigen an und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.“ (Johann Wolfgang von Goethe, Dichterfürst, Weimar – da war doch was… )

 

Von Büchereien auf Facebook

Einen Facebookaccount habe ich schon seit etwa fünf Jahren, es ist für mich eine Möglichkeit, den Galopprennsport weltweit zu verfolgen oder die Seiten von Interessenverbänden im Auge zu behalten, mich über die „tierischen Spinnereien“ meiner Schwägerin zu amüsieren oder in verschiedenen Gruppen mitzudiskutieren. Auch an Auktionen habe ich mich auf Facebook schon beteiligt oder Hundemäntel bestellt. Natürlich folge ich auch den Aktivitäten der Fachstelle , der Bücherschubsen oder der Münsterländer Bibliothekshelden (hey, sind wir das nicht alle?).

Bildergebnis für facebook

Aber nun zu meiner Einschätzung der Auftritte von Öffentlichen Büchereien bei Facebook. Gehen wir einmal der Größe der Städte nach vor… Die Büchereien Wien  sind natürlich unglaublich, Wien hat knapp 2 Millionen Einwohner, die Bücherei hat 39 Filialen mit 1,4 Millionen Medien, wundert es da, dass ihre Seite 63000 Abonnenten hat und auf Facebook jeder Beitrag zwischen 200 und 900 Likes bekommt? Eigentlich nicht, zumal die täglichen (!) Postings originell, witzig und prägnant im Stil von Tweets geschrieben sind. Es gibt natürlich viele Veranstaltungshinweise (wie bei allen von mir besuchten Bibliotheksseiten) und Berichte, aber eigentlich besticht die Seite hauptsächlich durch den persönlichen „Touch“. Die Münchner Stadtbibliothek ist ebenfalls aktiv bei Facebook. Bei einer Stadt von 1,5 Millionen Einwohnern kommt sie aber gerade mal auf ein Zehntel der Follower wie Wien. Hier überwiegen die trockenen „Schau‘ mal, was wir hier für tolle Veranstaltungen haben“ Postings, die Likes halten sich in Grenzen und dümpeln in Kleinstadtniveau (5 bis 20). In Köln sieht das ganz anders aus. 1 Million Einwohner, aber nur 4100 Abonnenten sieht zwar etwas schwach aus, aber auf der Facebookseite Stadtbibliothek Köln ist richtig was los. Lebhafte Beiträge, lustige Kurzmeldungen, sogar die Hinweise und Berichte zu Veranstaltungen bringen erheblich mehr Likes. Da ich ja aus Frankfurt am Main stamme und ich während meiner Schulzeit immer einen Leseausweis hatte, ist jetzt die Stadtbücherei Frankfurt an der Reihe. Frankfurt hat knapp über 700000 Einwohner, die Facebookseite der Stadtbücherei 2400 Follower, eigentlich nicht besonders viel. Ansonsten abwechslungsreiche Postings, Vergleiche Buch/Film, Rätsel, Veranstaltungen, Vorträge. Was mich hier beeindruckt hat, waren die sofortigen Antworten und Nachfragen auf alle eingegangenen Bewertungen. Die Seite macht ebenfalls einen lebhaften Eindruck. Für uns Büchereimitarbeiter ist natürlich die Stadtbücherei Düsseldorf interessant, die innovative Projekte (nicht nur) im Netz laufen hat. Das #LibraryLab, das #blogsofa, die makerkids, die Rubrik „Ausgequetscht“, #dasnetzistkaputt etc. Düsseldorf mit 612000 Einwohnern bringt es auf 4300 Abonnenten, die Reaktionen der Bürger auf die Postings halten sich allerdings in Grenzen, die Bücherei pflegt jedoch ihre Kunden gut und reagiert unter anderem rasch auf Bewertungen. Die Stadt Münster hat rund 310000 Einwohner, die schöne Stadtbücherei Münster betreibt eine ziemlich aktive Facebookseite mit etwa 2400 Abonennten. neben den üblichen Veranstaltungshinweisen findet man witzige Postings, aktuelle Empfehlungen und Berichte. Auf Anregungen der Leser wird reagiert, die Seite wirkt lebendig. Bei der Stadtbibliothek Gütersloh spürt man irgendwie, dass da ein Großkonzern mit im Spiel ist, alles professionell und schick, aber bei 1100 Abonnenten (Gütersloh: 100000 Einwohner) so gut wie keine Reaktionen auf die Beiträge sprechen nicht so recht für eine Wahrnehmung der Bücherei und ihrer Facebookseite in der Öffentlichkeit, auch wenn die Bücherei aktiv versucht, mit den Menschen auch im Netz im Gespräch zu bleiben.

Welle

Mein Eindruck ist insgesamt der, dass es nötig ist, sich regelmäßig durch Postings ins Gedächtnis zu rufen und sich dabei der Geschwindigkeit des Netzes anzupassen, also mindestens einmal am Tag, wenn nicht öfter, etwas zu posten. Veranstaltungshinweise sind wichtig, alle Arten von Infos über Bücher oder Literaturtrends natürlich auch, Antworten auf Bewertungen oder Kommentare eine Selbstverständlichkeit, aber was die „Netzarbeit“ einer Bücherei besonders macht, ist die persönliche Note: kleine Begebenheiten oder Bilder aus dem Bibliotheksalltag, Witziges oder Anrührendes, das Reaktionen der Leser am Smartphone oder am PC auslöst und letztendlich eine Verbundenheit mit der Bücherei herbeiführt. Man darf nicht der Versuchung erliegen, damit zufrieden zu sein, nur um sich selbst zu kreisen und sich im Universum der Bibliotheken gegenseitig die Bälle zuzuwerfen und sich mit zwanzig Likes und drei Kommentaren der Mitarbeiter anderer Büchereien beruhigt auf die Schulter zu klopfen, weil man ja Reaktionen hatte. Als anfang ist das gut, man muss den Stein ins Wasser werfen, aber die Wellen müssen einfach nach und nach immer größere Kreise ziehen.

„Sie haben von der Reihe nur den 1. und 4. Band im Bestand – ist das Absicht?“
Natürlich – wollen Sie uns etwa eine willkürliche Ankaufspolitik unterstellen?

Eine alberne Phrase, innerhalb von 5 Stunden 203 Likes! (Büchereien Wien am 17.11.17)

 

Von Findelkindern – ein Katzenmärchen

Herbst 2010. Montag, der erste Ferientag. Morgendämmerung, draußen rauscht der Regen. Ausschlafen ist angesagt. „Miiiaaa. Miiieeeee.“ Ich schrecke hoch. Da ist es schon wieder. „Miiiiiieeee.“ Weint da irgendwo ein Kätzchen? Blinzelnder Blick auf den Wecker: 6:20 h. Och nöö. Es maunzt schon wieder irgendwo. Katze versehentlich im Fahrradschuppen eingesperrt? Oder im Keller? Ich tapse die Treppe runter. Im Keller ist keine Katze. Blick nach draußen, Regenschirm geschnappt. Im Fahrradschuppen ist auch keine. Wieder rein. Da piepst draußen schon wieder was. Ganz kläglich: „Miiiiiiuuu“. Also Wachsregenmantel über den Schlafanzug und mit bloßen Füßen in die Gummistiefel geschlüpft. Wieder raus. Irgendwo ist doch wirklich  ein jämmerliches Maunzen zu hören. Da, es scheint unter dem Auto der Nachbarn herzukommen. Tatsächlich, da bewegt sich etwas, es ist klitzeklein, weiß und grau. Ich versuche, das Kätzchen zu locken, aber es verschwindet immer wieder unter dem Auto, wenn ich mich zu nah heran wage. Wie alt mag es sein? 6 Wochen, gerade mal an feste Nahrung gewöhnt? Katzenkorb und eine Schale Katzenfutter geholt. Nein, das ist dem Kerlchen zu unheimlich, es saust im strömenden Regen auf die Straße. Hoffentlich kommt jetzt kein Auto. Gott sei Dank ist an diesem unwirtlichen Montagmorgen nicht viel los. Schwupp, jetzt ist die kleine Mieze unter der Palette mit Dachpfannen vor dem Nachbarhaus. Futter in den Katzenkorb und vor die Palette gestellt, vorsichtig ein paar Schritte zur Seite gemacht. Endlich ist der Hunger größer als die Angst, langsam pirscht sich das kleine Ding an den Korb an. Da drin ist es trocken, ein weiches Handtuch und Futter! Jetzt schnell das Türchen zugeklappt und zurück ins Warme. Dort angekommen, stellen wir den Korb mit seiner Fracht ins Badezimmer. Warm, ruhig, mit Katzenklo versehen und ansonsten leicht sauber zu machen… Innerhalb einer halben Stunde stellt sich heraus, dass unser kleiner klatschnasser Gast keinerlei Scheu vor uns zeigt, sich schnurrend an uns ran schmeißt und gar nicht gerne alleine bleiben möchte.  Nachmittags ist nur noch unser Sohn im Haus, er nimmt den kleinen Kater mit zum Computer, wo er „Mafia“, spielen will, einen hervorragenden Third-Person-Shooter, angesiedelt im Amerika der 30er Jahre, übrigens mit viel Jazz, Gitarrenmusik von Django Reinhardt. Das Käterchen rollt sich zwischen Tastatur und Monitor zusammen und schläft, obwohl die Maschinengewehre ballern und die Molotovcocktails fliegen, später sucht er wieder die Nähe, er klettert seinem neuen menschlichen Freund auf die Schulter und legt sich als Kragen um seinen Nacken. Abends muss der Kleine noch eine intensive Flohbehandlung über sich ergehen lassen. Auf dieser Handvoll Katze hatten sich sage und schreibe 90 Flöhe eingenistet!!! Am nächsten Tag natürlich noch eine Wurmkur, um sicher zu gehen, dass er nicht noch mehr Parasiten hat. Nach drei Tagen ist der weiß-grau-beige Flauschball nicht mehr aus unserem Haus wegzudenken, er lässt uns nicht aus den Augen, folgt uns überall hin und kuschelt sich an uns, sobald sich einer von uns setzt. Molotov (3)

Einen Namen muss das kleine Katertier aber auch haben. „Mafia“ schlägt meine Tochter vor, „Molotov“ mein Sohn. Wo diese Vorschläge herkommen? Siehe oben… „Mozzarella“ von mir, er hatte sich sehr für unsere Abendessen Caprese interessiert und mit Begeisterung die Nase im Basilikum versenkt. „Mafia Molotov Mozzarella“ Ein großer Name für ein kleines Käterchen. Später wird einfach „Mollo“ daraus werden, da er gewaltig wächst, zu keinem Snack nein sagt und inzwischen etwa 7 bis 8 kg wiegt.

Wir fragen in der Nachbarschaft, beim Tierarzt und beim Bürgerbüro nach, ob ein Kätzchen vermisst wird, aber nach einer Woche müssen wir der Realität ins Auge sehen. Nicht nur in Süd- oder Osteuropa, nein auch im pflichtbewussten und ach so korrekten Münsterland gibt es Menschen, die ungewollte oder überstürzt mit nach Hause genommene Kätzchen einfach auf der Straße aussetzen, kleine Seelen ohne Mutter und Schutz nachts und im Regen alleine lassen. Doch Mollo hatte Glück. Er fand uns und damit findet dieses Märchen ein gutes Ende: und er lebt noch heute glücklich und zufrieden…

…sofern es auch leckeres Frühstück gibt!