Vom Krank sein…

Krank sein ist immer doof. Krank sein, wenn Ferien sind und die Weihnachtsfeiertage ins Haus stehen, ist besonders doof. Krank sein, wenn man Gäste eingeladen hat, Kinder und Enkel kommen und „Frohes Fest“ auf dem Programm steht, ist ganz, ganz besonders doof. Nichts macht Spaß, das Essen schmeckt nicht, der Wein ist bitter, die Filme sind zu laut, beim Lesen brennen die Augen und fallen zu… Auch die Kolleginnen in der Stadtbücherei muss man zwischen den Jahren hängen lassen und sich krank melden. Und wenn man sich dann erholt hat, wieder riechen, schmecken, denken kann, Gäste eingeladen hat, Silvester und Neujahr ins Haus stehen, ist der Göttergatte krank. Richtig krank, so krank, wie nur Männer sein können. Also Gäste wieder ausgeladen, und auf das „Gute Neue Jahr“ nur mit dem halblebigen Göttergatten angestoßen. Die Wünsche fokussieren sich auf „Gesundheit“, denn Gesundheit ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist nun einmal Alles Nichts…

Das Neue Jahr zeigt dann, das nicht nur die Menschen wenig gut drauf sind, auch der zuverlässige, leistungsstarke PC schwächelt irgendwie. Vor den Feiertagen hatte uns die Dauerbaustelle an der Straße um die Ecke immer wieder Ausfälle von Telefonie und Internet beschert, jetzt wird dort aber gar nicht gebaggert und gerüttelt. War es vielleicht der Jahreswechsel, der die Programme durcheinander gebracht hat?

acer-predator

Hat das Virenschutzprogramm die Software zerschossen? Sind irgendwelche Updates schuld daran, dass einiges anders ist als vor den Weihnachtsfeiertagen? Ja, tatsächlich – vor den Weihnachtsfeiertagen! Denn so lange hatte mein Raubtier auf dem Schreibtisch krankheits- und festbedingt Ruhe. Als Erstes stelle ich fest, dass alle auf Feedly gespeicherten Feeds weg sind. Hmm, blöd, aber war da nicht eine Änderung angekündigt gewesen? Oder hat der Cleaner zu gut geputzt und auch das Feedly-Konto gereinigt? Als Nächstes kommt es richtig dicke. Bei Keeeb kann ich mich gar nicht mehr anmelden. Bei jedem Versuch lande ich nur wieder in der Anmeldemaske. Mist. Eigentlich fand ich Keeeb ganz gut, eine schöne, ordentliche persönliche Sammelkiste, in der ich in der letzten Woche vor den Ferien schon ein paar nette Seiten und interessante Schnipsel über meine ehemalige Profession, die Zucht von Galopprennpferden, gesammelt hatte. Der Start mit dem neuen, mir vorher absolut unbekannten Dienst hatte nämlich gut geklappt, die Anmeldung und Erweiterung des Browsers um den Keeeb Button war recht einfach gewesen – und nun das!

Keeeb2

Tief durchatmen, den knurrenden schwarzen Kasten runter fahren und ins Bett gehen mit dem Gedanken  „Wenn das Raubtier am Montag immer noch die Zusammenarbeit verweigert, kratzt und beißt, dann muss professionelle Hilfe her. Ich kann jetzt nichts mehr machen.“

Heute Abend nun mit einem Glas Gemüsesaft und ein paar letzten Plätzchen an den Schreibtisch geschlichen. Vorsorglich den Router einmal neu gestartet, dann das Raubtier zum Leben erweckt. Vvvrrrauuuuu. Tätschel, tätschel.  Braver Rechner, schön, dass du wieder zufrieden schnurrst. Und tatsächlich, alles am Platz, auch die Anmeldung auf Keeeb möglich, nur die Inhalte des Feedly-Accounts bleiben verschollen. Puuh. Ein paar Stunden später widme ich mich ihm doch noch einmal und siehe da, selbst die abonnierten RSS-Feeds sind wieder da. Offensichtlich hatte das Raubtier nur eine vorübergehende Schwächephase – genau wie seine Herrin.

Ach, auch dem Göttergatten geht es wieder besser. Na ja, die Ferien sind jetzt ja auch vorbei…

Von Hausaufgaben…

Muss man in den Ferien Hausaufgaben machen? Eine Frage, die sich wahrscheinlich jeder während seiner Schulzeit mindestens einmal (oder mindestens einmal in jeden Ferien) gestellt hat. Ich habe Urlaub. Ach egal, das Schreiben des Blogs macht Spaß, also beantworte ich die Frage so: man „muss“ wahrscheinlich nicht, aber man „kann“, weil es nicht schwierig ist und Spaß macht. Halt! Nicht schwierig? Der Desktop-PC wird nächste Woche nicht erreichbar sein! Im Ferienhaus in Thüringen gibt es aber W-Lan. Funktioniert die Sache mit dem Blog auch auf dem Tablet? Ja, funktioniert genauso wie zu Hause am „großen“ Rechner, weil es ein Windows Surface ist. Hmm, könnte man vielleicht gleich auch mal in Instagram reinschauen und da Bilder aus dem Thüringer Wald hochladen? Nein, weil es ein Windows Surface Tablet ist und damit nicht kompatibel mit Instagram. Schafft das kleine, kompakte Smartphone, mit Instagram fertig zu werden? Uff, ja. Also ist es jetzt nicht nötig, auch noch auf den einschlägigen Seiten nach einem neuen, größeren, besseren Smartphone zu suchen!? Aber ein größeres, aktuelleres Modell wäre schon schön – und da ist ja auch das passende Sonderangebot! Gleicher Hersteller, gleiches Betriebssystem, nur viel schneller und übersichtlicher. Soll ich? Soll ich nicht?

So wird die einfache kleine Hausaufgabe komplizierter und komplizierter und – schwupp – hat man schon wieder 2 Stunden „verdaddelt“. Egal, ich habe ja Urlaub…

Ach und noch was. Da sollte doch ein Link rein. Voilà: NETzWorking Grundlagen