Von Wolken

Wolken verhüllen unseren Himmel, sie bedrohen uns mit Regen und Sturm, lassen uns keine Sonne sehen. Nur in wenigen Stunden konnten seit November Sonnenstrahlen die dicken Wolkengebirge durchdringen. Mit dem trübgrauen Licht werden auch unsere Gedanken immer trübsinniger, die gute Laune verblasst ins Schaudergrau, noch nicht einmal unsere Hunde wollen mehr herumflitzen, ihre Akkus sind leer,  Galgos laufen nun mal mit Sonnenenergie. Auch die Solarmodule auf den Dächern liefern immer weniger Strom, wegen der bleigrauen Wolken ist keine Sonne da, deren Licht sie in elektrische Energie umwandeln könnten.

Genau der richtige Zeitpunkt, um sich mit der energieintensivsten Art der Speicherung von Daten zu beschäftigen, der Cloud… Die riesigen Serverfarmen, die für die vielen Cloud-Anbieter die Daten speichern, verbrauchen nämlich Energie, mehr Energie als Deutschland. Laut einer Greenpeace-Studie verbrauchte das Cloudcomputing  nämlich  bereits im Jahr 2012 unglaubliche 623.000.000.000 KWh pro Jahr, die Summe aller Cloud-Rechenzentren käme weltweit auf Platz 5 der Länder mit dem höchsten Energieverbrauch, hinter den USA, China, Russland und Japan, aber vor Indien und Deutschland.

Cloud-Computing (1)

Und Wolken sind auch nicht sicher, es gibt nicht nur gut behütete Schäfchenwolken (z.B. Private Clouds), sondern auch wilde, unberechenbare Riesenwolken, sozusagen public clouds, in deren Innern nicht nur gute Hirten, sondern auch böse Räuber hausen, die das zu beschützende Innere nach außen stülpen.

Wolke

 

Bei allen Bedenken, die wir haben, wenn wir die Wolken am Himmel sehen, ohne sie kommen wir nicht aus, weder im real life draußen in der Natur, als auch im digitalen Leben, da an vielen Stellen unsere Daten in der Cloud landen, auch, wenn wir sie nicht aktiv dorthin verschieben. Wie kommt es, dass wir unsere Emaildaten von jedem Gerät abrufen können? Cloud. Wo landet das Video, das wir bei You Tube hochladen? In der Cloud. Wo ist die schöne Infografik gespeichert, die wir uns bei Flickr ansehen? In der Cloud. Wir kaufen uns ein neues Smartphone, was erwerben wir gleich zusammen mit dem Betriebssystem? Die Android-, iOS-, Windows-Cloud. Was ist das Fazit? Auch wenn wir die Wolken nicht mögen, ohne sie geht es nicht, wir müssen sie nur im Auge behalten und aufpassen, dass uns nicht eines Tages der Blitz erschlägt.

Übrigens ein kleines Paradoxon zum Schluss: Den Beitrag „Mein Büro im Netz“ habe ich aus der Dropbox heruntergeladen – und gespeichert auf One Drive BamBamBaaammmm…